Zahnprothesen: oft ungepflegt

In einem längeren Beitrag in einer zahnärztlichen Fachzeitschrift berichtete kürzlich ein Zahntechniker über seine Erkenntnisse zu der Frage, warum so viele Zahnprothesen in einem stark ungepflegten Zustand in seinem Labor zur Überholung eingereicht werden. Dabei fokussierte er seine Nachforschungen auf den Bereich der Zahnprothesen von in Heimen lebenden Pflegebedürftigen – das sind ein Viertel aller rund 3,4 Millionen Pflegebedürftigen. Für diese Bewohner gilt: Es gibt zu wenig Pfleger, diese sind zudem überlastet und haben für die etwas zeitaufwändige regelmäßige Zahnpflege eigentlich gar keine Zeit. Keine Neuigkeit ist, dass eine sorgfältige Mundhygiene das Risiko für die Entwicklung einer riskanten Lungenentzündung um rund 40 % mildern kann. Werde die Prothese auch nachts getragen, sei es daher wichtig, dass sie ebenso wie der Mundraum vor dem Zubettgehen sorgfältig gereinigt werde. Eine gut sitzende Zahnersatzversorgung sei kein Luxus, sondern führe über das ermöglichte Kauen auch zu wünschenswerten positiven Entwicklungen im Gehirn. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, so der Autor, machten überdeutlich, dass man ältere und alte Patienten nicht „abschreiben" dürfe, sondern beispielsweise über einen Mundpflegeplan im Heim bei der Erhaltung der Kaufähigkeit und der Einhaltung von Hygiene unterstützen müsse. Derzeit haben rund 32 % aller Pflegeeinrichtungen Kooperationsvereinbarungen mit Zahnärzten.

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