Zahnpasta: Immer neue Entwicklungen

Für eine gute Mundhygiene gehören Zahnbürste und Zahnpasta zusammen. Einerseits spült der sich beim Zähneputzen entwickelnde Schaum Nahrungsreste auch aus Zahnzwischenräumen und bindet lockeren Zahnbelag, der leichter ausgespült werden kann. Andererseits poliert die Zahnpasta Beläge auf den Zahnoberflächen weg und reduziert somit raue Stellen, an denen sich Kariesbakterien anhaften könnten. Problematisch wird es, wenn der Schmirgeleffekt zu stark ist: Dann entsteht erst recht eine angeraute Oberfläche. Deshalb gibt es Zahnpasten in verschiedenen Schmirgelstärken. Was für einen Raucher, der Nikotinbeläge wegbekommen möchte, sinnvoll sein kann, kann für einen anderen Patienten ohne Rotwein-, Tee- oder Nikotin-Pigmente auf den Zähnen schon zu stark sein. Auch das Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen in Halle hat sich der Verbesserung von Zahnpasten verschrieben: Einerseits sollen die bisher noch in vielen Kosmetikartikeln enthaltenen winzigen Kunststoffteilchen (Mikroplastik) endgültig vom Markt kommen, andererseits soll das neue Produkt gut reinigen, ohne den Zahnschmelz allzu stark abzuschmirgeln. Wie eine entsprechende Presseinformation vor wenigen Wochen vermeldete, zeigen sich Versuche mit Buchenholz-Cellulose als vielversprechend. Zudem sei die Herstellung kostengünstig, das Produkt biologisch abbaubar, und vegan ist es auch noch. Derzeit wird die Marktreife vorbereitet.

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