Zahnersatz: demnächst aus eigenen Zahnkeimen?

Ein bisschen klingt es nach einem Menschheitstraum: Geht ein Zahn verloren, muss man sich nicht um Zahnersatz aus dem Dentallabor oder der zahnärztlichen Fräs- oder Druckmaschine bemühen, sondern es wächst ein „eigener" Zahn nach. Aus körpereigenen Zellen. Genau das testen derzeit Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Berlin. Dazu nutzen sie Zellen von gezogenen Zähnen und zwar aus der dort noch vorhandenen Pulpa, dem „lebendigen" Innenleben der Zahnwurzel. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch der menschliche Kiefer, wie viele andere Stellen des Körpers, selbst „nachwachsendes Gewebe" herstellen kann. Spannend wird es, wie die Zellen lernen, was sie alles bilden müssen – vom harten Zahnschmelz über seine komplette Struktur bis hin zu seiner Form, ob Frontzahn oder Backenzahn beispielsweise. Bisher geht man davon aus, dass die Zellen diese Informationen aus dem umliegenden harten und weichen Kiefergewebe erhalten. Die ersten Versuche sind durchaus vielversprechend. Allerdings ist unumgänglich, dass man ausreichend Geduld aufbringt, den Wachstumsprozess abzuwarten. Es könnte sich lohnen: Der neue Zahn ist nicht „Ersatz" mit Fremd-Material, sondern Eigen-Material, eventuelle Abstoßungsreaktionen gehen daher voraussichtlich gegen Null.

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