Zähnepressen: bei Tag und bei Nacht

Der Mund ist ein sehr austariertes System von Kraft und Empfindlichkeit: Kommen beim Kauen die Zähne aufeinander, arbeiten sie so zusammen, dass die Kraft die Nahrung zerkleinert – und die Empfindlichkeit der unter den Zähnen liegenden „Druck-Sensoren" die natürliche Belastung ans Gehirn meldet. Und auch die unnatürliche, wenn man beispielsweise unerwartet auf einen Kirschkern beißt: Dann stoppt der Kauprozess sofort. Belastet werden bei manchen Menschen die Zähne und die Kiefer aber nicht nur beim Essen: Während der Mund im Ruhezustand normalerweise entspannt ist und Ober- und Unterkiefer locker und kontaktlos bleiben und die Zunge eher am Gaumen ruht, pressen unter Stress stehende Menschen die Kiefer aufeinander oder reiben sie auf unnatürliche Weise: Sie knirschen. Wie aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zeigen, die kürzlich in einem Fachjournal veröffentlich wurden, ist es keineswegs so, dass man nachts eher knirscht und tagsüber eher presst: Sie fanden heraus, dass Knirschen und Pressen (Parafunktionen, Bruxismus) während der Schlafzeit sogar abwechseln können, je nach Schlafphase. Und während man annahm, dass Knirschen, Pressen und Schnarchen irgendwie zeitlich zusammengehören könnten, weiß man heute, dass das eher nicht der Fall ist: Die Parafunktionen finden in unterschiedlichen Schlafphasen statt. Aber es zeigte sich auch: Vier von fünf Schnarchern zeigten Folgen von Bruxismus. Je nach Ursache und Umfang der Parafunktionen arbeiten Zahnärzte, Kieferorthopäden und andere Fachdisziplinen bei der Behandlung zusammen.

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