Weltgeschichte: Zähne verraten Entwicklungen

Forscher aus dem Bereich der Geowissenschaften und der Entwicklung der Welt, wie wir sie kennen, sind begeistert: Wie die Universität Bonn kürzlich berichtete, konnte ein Sensationsfund in Madagaskar weitere Antworten auf entwicklungsrelevante Fragen geben. Ein dort gefundenes Säugetier-Fossil war fast gänzlich erhalten und wies mit dem kompletten Skelett und knorpeligen Teilen der Rippen auch gut erhaltene Zahnreihen auf. Erste elektronenmikroskopische Untersuchungen zeigten, dass die Säugetier-Zähne einen eher einfach aufgebauten Schmelz hatten, der keine bemerkenswerten Besonderheiten erkennen ließ. Aber genau das war letztlich dennoch spannend, denn anders als die Zähne waren beispielsweise die Ohren im Vergleich zum damaligen Entwicklungsstadium sehr modern entwickelt: Was man heute als Ohrenschnecke kennt, war vor rund 70 Millionen Jahren (etwa aus dieser Zeit stammt das Fossil) gar nicht verbreitet – da war die „Schnecke" eher ein gerade Schlauch. Bei diesem Madagaskar-Fossil aber zeigen sich erste Aufroll-Formen. Insgesamt war das Tier eine herausfordernde Kombination aus eher rückständigen und eher weit fortgeschrittenen Entwicklungen, was die Wissenschaftler vor weitere Fragen und Aufgaben stellt. Deutlich ist derzeit nur: Offenbar waren die Zähne damals für dieses Tier weniger relevant als beispielsweise das Gehör.

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