Stress: Folgen im Gebiss

Durch Auswertung der Daten ihrer rund 9,4 Millionen Versicherten hat die BARMER einen Zahngesundheitsatlas entwickelt und diesen im Sommer der Öffentlichkeit vorgestellt. Darunter finden sich auch Erkenntnisse zum Zusammenhang von Stress und Veränderungen der Mundgesundheit. Es hat sich gezeigt, dass deutlich mehr Menschen, die in einer Stadt leben, eine sogenannte „Aufbissschiene" verordnet bekamen als Bewohner in ländlicher Region. Auffällig war, dass hier manche Metropolen sogar noch „stressiger" zu sein scheinen als andere große Städte: Patienten in Berlin und Hamburg erhielten rund doppelt so oft Aufbissschienen wie Patienten beispielsweise in einem Flächenland wie Thüringen. Aufbissschienen schützen die Zähne vor Zerstörung durch Knirschen oder kraftvolles Zusammenpressen, in der Regel ist Anspannung im Körper der Grund für diese Fehlfunktion von Kiefer und Zähnen. Zahnärzte, die sich auf „Funktion" spezialisiert haben und sich mit solchen Fehlfunktionen gut auskennen, sehen Knirschen und Pressen als eine natürliche Entlastungs-Maßnahme des Körpers an, so wie manch anderen Menschen der Stress auf den Bauch schlägt oder in den Rücken geht. Eine Aufbissschiene ist daher ein anerkannter Weg, vorrübergehende Anspannung abbaubar zu machen, ohne die Zähne zu beschädigen.

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