Spucke: Körpereigenes Medikament

Speichel, landläufig „Spucke" genannt, hat bekanntermaßen nicht nur im Mund Aufgaben und hilft bei der Mundgesundheit, sondern begleitet die Nahrung auch auf ihrem weiteren Weg im Verdauungsprozess Richtung Magen und Darm. Dass Speichel auch darüber hinaus eine gesundheitliche Wirkung hat, hat nun eine Bostoner Wissenschaftlergruppe herausgefunden: Er wirkt wie ein Medikament bei der Verhütung von – meist durch Kolibakterien (Escherichia coli) – ausgelöstem Reisedurchfall. Ein spezieller Speichelinhaltsstoff (Histatin 5, ein Protein) macht es den Bakterien schwer, Zellen im Darm, hier vor allem im Dünndarm, zu attackieren: Sie konnten sich nicht fest andocken, sondern wurden mit dem weiteren Darminhalt ausgespült. Diese Erkenntnis erklärt auch, warum der Mund in der Tat eine große Rolle als erste Barriere für krankmachende Keime spielt – es braucht, wie sich zeigte, schon eine sehr große Anzahl an Keimen, um diese Barriere zu überwinden. Die Forscher denken darüber nach, den Inhaltsstoff als Getränkepulver zu produzieren, um den in einigen Gebieten der Erde tödlichen Durchfallerkrankungen ein naturnahes Produkt entgegensetzen zu können.

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