Parodontitis: Stand der Implantatversorgung heute

Während in den ersten Jahren der dentalen Implantologie noch sehr gezögert wurde, in das entzündete und teilweise aufgelöste Gewebe eines Parodontitis-Patienten ein Implantat zu setzen, haben sich die Erkenntnisse und Verfahren mittlerweile deutlich weiterentwickelt. Nicht zuletzt stellt sich der Bedarf nach Wissen und Risikoabschätzung auch dadurch, dass ein sehr großer Teil der Bevölkerung an Parodontitis in unterschiedlichen Stadien erkrankt ist – ihnen wäre eine Zahnersatzversorgung, die der natürlichen Situation im Mund am nächsten kommt, vorenthalten geblieben. Dass Implantate heute für Parodontal-Patienten fast schon Standard sind, geht auch auf die erhebliche wissenschaftliche Arbeit der DGI, der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, im Austausch mit der Fachgesellschaft für Parodontologie zurück. Wie beim gemeinsamen Kongress der beiden Fachgesellschaften Ende 2021 festgehalten wurde, tragen dentale Implantate auch bei solchen mundgesundheitlich eingeschränkten Patienten zu einer geschlossenen Zahnreihe und damit zur Minderung von Belastungen durch ungleich verteilten Kaudruck bei. Das befreie Kiefer und Gewebe von zusätzlichem Stress. Selbstverständlich und notwendig sei, so Referent Dr. Philipp Leander Keeve (Hameln), neben der patientenindividuellen Behandlungsplanung auch ein entsprechend individualisiertes Nachsorgeprogramm, insbesondere dann, wenn die Parodontitis sich als sehr aggressiv darstellt. Mögliche Komplikationen seien aufgrund von Grunderkrankungen und ungünstigen biologischen Entwicklung im Mund-Kiefer-Bereich leider nie ganz ausschließbar.

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