„Kreidezähne“: viel Forschung, wenig Antworten

Letztlich ein Rätsel bleibt die Ursache der Entstehung sogenannter „Kreidezähne": Dabei entwickeln die bleibenden Zähne der Kinder weißlich-gelbliche Flecken und werden porös. Das führt auch zu Schmerzen, unter der die betroffenen Kinder sehr leiden können. Nachvollziehbar also, dass die zahnmedizinische Wissenschaft sich dem offenbar noch jungen,aber längst nicht mehr ganz neuen Thema intensiv widmet. Bisher liegen, wie ein Fachbericht in einer großen Tageszeitung kürzlich darstellte, keine eindeutig überzeugenden Erkenntnisse zu Entstehung und damit auch erwartungsgemäß zur Vermeidung solcher Entwicklungsstörungen vor. In der Fachwelt wird diese Zahnsubstanz-Veränderung als MIH/Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation bezeichnet. Sowohl die Backenzähne (Molaren) als auch die Schneidezähne (Inzisivi) sind von Unter(hypo)-Mineralisation betroffen. Heilend behandeln kann man die Erkrankung oder Störung bisher noch nicht, aber das Leben der betroffenen Kinder erleichtern: Da das Zähneputzen schmerzhaft ist, wird es oft unterlassen mit der Folge, dass sich insbesondere indem ohnehin schon geschwächten Zahnschmelz Karies bildet. Das Risiko kann, so die zitierten Wissenschaftler, mit einer vorbeugenden „Versiegelung" mit Fluoridlack minimiert werden. Manche Zähne seien allerdings so geschädigt, dass dem Kind nur durch Zahnziehen geholfen werden können. Alle drei Monate sollten die Kinder zahnärztlich kontrolliert werden, und wenn die optische Belastung gar zu groß ist, können beispielsweise Zahnkronen den Eindruck und das Lebensgefühl verbessern.

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