Kinder und Zahnfleischerkrankungen: auf Eltern schauen

Schon seit vielen Jahren bestätigen Studien immer wieder einen Zusammenhang von Elternhaus und Auftreten von Karies bei Kindern: Bildung und auch das verfügbare Haushaltseinkommen spielen offenkundig ein Rolle dabei, ob das Kind eher zu Karies neigt oder eher nicht. Je sozioökonomisch schwächer die Familie ist, desto höher ist das Risiko für Karies bei den Kindern. Dass sich die Lage der Familie auch auf die Zahnfleischgesundheit auswirkt, ist dagegen noch wenig Thema in der Wissenschaft gewesen. Das ändert sich jetzt – begründet, wie eine aktuelle australische Studie zeigt. Die Forscher untersuchten den zuvor genannten Zusammenhang mit Blick auf die Häufigkeit von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und werteten dafür zurückliegende Studien entsprechend aus. Rund 32 Studien aus über 15 Ländern konnten herangezogen werden. Das Ergebnis zeigt, dass wie bei Karies die Rahmenbedingungen für die Familie Einfluss auf die Mundgesundheit haben. Je belasteter das Lebensumfeld der Kinder ist, desto höher ist auch ihr Anteil unter den Kindern mit Zahnfleischentzündungen. Nicht nur Bildung und Einkommen fielen hier als Faktoren auf, sondern auch Arbeitslosigkeit der Eltern und, für die Wissenschaftler ein nicht erwartetes Ergebnis, die „Überfüllung eines Haushaltes", wenn zuviele Menschen auf zu engem Raum zusammenleben. Vermutlich sei die Überforderung der Eltern ein wichtiger Problem-Punkt für die Mundgesundheit ihrer Kinder. Der Ansatz dieser Studie soll nun weiterentwickelt und das Wissen durch weitere Studien vertieft werden.

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