Kieferorthopädie: Was passiert in der Zellbiologie?

Was im Kiefer passiert, wenn durch ausgeübten Druck auf die Zähne ein Zahn von seinem Platz ein Stück weiter an die geplante Ziel-Position wandert, wussten die Fachzahnärzte für Kieferorthopädie aufgrund ihres langjährigen spezifischen Aufbaustudiengangs schon immer. Mit weiter voranschreitender Untersuchungstechnik wird aus dem Wissen, wie und dass es funktioniert, auch ein Wissen, wie genau es funktioniert. Für eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem „wie genau" ist kürzlich Prof. Dr. Anna-Christin Konermann, Universität Bonn, von der kieferorthopädischen Fachgesellschaft DGKFO (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde) mit einem hochwertigen Preis ausgezeichnet worden. Sie hatte die Prozesse mit Blick auf zellbiologische Vorgänge untersucht. Ihr Fokus lag dabei auf der Reaktion bestimmter Zellbereiche, die von den Zahnbewegungen berührt werden. Die Arbeit machte deutlich, wie sich die Zellen und das Zahngewebe vor den Überlastungen durch den kieferorthopädischen Druck schützen. Einerseits kann man mit den Erkenntnissen also besser erkennen, wie man mögliche Überlastungs-Schäden verhindern kann – andererseits bieten sie aber vielleicht auch Potential für ganz neue kieferorthopädische Verfahren. Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe um Professorin Konermann wird das Studienthema weiter vertiefen.

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