Kieferorthopädie: wann sie eher wenig Sinn macht

In der kieferorthopädischen Wissenschaft sind schon seit langen Faktoren bekannt, die eine Behandlung erschweren können. Hier stehen vor allem das übermäßige Rauchen und auch stark entzündete Zahnbett-Situationen (Parodontitis) im Fokus. Beide Aspekte behindern das, was die Kieferorthopädie ausmacht: Durch „Ziehen und Schieben" wird ein Zahn an seinem Standort zum Wandern an einen anderen Platz gedrängt. Dabei werden durch den Druck auf dem Weg zu der Stelle, wo der Zahn hinwandern soll, Zellen von Knochen und Weichgewebe zerstört, dafür werden dort, wo der Zahn herkommt, neue Zellen für den Kiefer und das Zahnbett und Zahnfleisch gebildet. Während einerseits übermäßiges Rauchen und entzündete Gewebe diesen biologischen Ab- und Aufbauprozess der Zellen stören, können auch beispielsweise Medikamente Einfluss auf den geplanten „Umzugsfortschritt" nehmen. Beim zurückliegenden Deutschen Zahnärztetag im letzten November wurde Privatdozent Dr. Dr. Christian Kirschneck, Universität Regensburg, mit dem höchsten Wissenschaftspreis der Zahnheilkunde in Deutschland, dem „Miller-Preis" ausgezeichnet: Er hat die zellbezogenen und molekularen Zusammenhänge zwischen kieferorthopädischem Vorgehen und problematischen Umständen wie Rauchen und akute Infektion im Zahnbett erforscht und der Zahnmedizin wichtige Empfehlungen mit auf den Weg gegeben.

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