Implantologie: Immer weniger Kontraindikationen

Mit fortschreitendem Wissen zu Möglichkeiten und Grenzen der zahnärztlichen Implantologie, aber auch mit der Entwicklung neuer Implantate und Begleit-Techniken geht die Anzahl der Gründe, die gegen eine Implantation sprechen („Kontraindikationen"), immer weiter zurück. Insofern wenig erstaunlich, dass damit auch die Anzahl der gesetzten Implantate ständig steigt, wie kürzlich beim Jahreskongress der wissenschaftlichen Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) dargestellt wurde. Aktuell gehe man von rund 1,3 Millionen inserierter Zahnimplantate in Deutschland aus, hieß es beim Kongress. Das bedeute allerdings nicht, so Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Kongresspräsident der Tagung, dass es nicht nach wie vor Patienten mit medizinischen Problemsituationen gibt, für die ein Implantat nur mit komplexen Behandlungsschritten oder in Einzelfällen auch gar nicht in Betracht kommt. Geschätzt sei jeder vierte Patient über 25 Jahre, der eine Zahnarztpraxis aufsuche, aus verschiedensten Gründen ein Risikopatient. Die moderne Implantologie sei und bleibe daher erfolgreich, wenn sie die Patienten als Ganzes sieht und damit auch den gesundheitlichen Gesamtzustand beachtet ­­– und je nach Patient auch mit weiteren Ärzten und Zahnärzten gemeinsam das Behandlungskonzept entwickelt.

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