9. Atherosklerose: Parodontale Entzündungen beachten

Wird bei einem Patienten eine Atherosklerose diagnostiziert, eine Verengung der arteriellen Blutgefäße und damit eine riskante Störung des lebensnotendigen Blutflusses mit dem Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt, sollte auch auf das Vorhandensein einer Parodontitis geachtet werden – darauf weist eine Autorengruppe namhafter deutscher zahnmedizinsicher Wissenschaftler in einem Fachjournal für Zahnärzte hin. Die Verbindung beider Gesundheitsbelastungen ist demnach in sehr vielen Studien nachgewiesen, diese zeigten auch, dass es für beide Störungen gemeinsame genetische Risikofaktoren gibt. Die Bakterienbelastung aufgrund der Parodontitis begünstigt offenbar die Entwicklung einer Atherosklerose – manche Bakterienarten greifen die Zellen der Gefäßwände aggressiv an, behindern die Entwicklung neuer Blutgefäße und lösen in den Zellen des Blutgefäßes Entzündungen aus. Auch die Entwicklung von Thromben kann gefördert werden. Studien belegen, dass die systematische Parodontitistherapie deutlichen Einfluss auf die Verbesserung der Gesundheit der betroffenen Blutgefäße hat. Die Studien machen zudem deutlich, dass mit rechtzeitiger Parodontitis-Therapie das Risiko der Entwicklung einer Atherosklerose reduziert werden kann.

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