Begleitende Behandlung bei der Implantologie

Nicht jeder „Patientenmund“ ist für eine sofortige Implantation geeignet. Verschiedene Faktoren können den chirurgischen Eingriff selbst, oder den langfristigen Erfolg gefährden. Häufigste Kontra-Indikationen sind Knochenprobleme wie poröser Knochen oder eine unzureichende Kieferdicke (durch Knochenschrumpfung – Atrophie). In beiden Fällen ist die Stabilität der Implantate im Knochen gefährdet. Um diesen Risiken entgegen zu wirken, verfügt der Behandler jedoch über verschiedene Verfahren und Therapien, mit denen die Ausgangssituation entscheidend verbessert wird:

CAD/CAM
SonicWeld:

Das SonicWeld-Verfahren ist ein neues minimalinvasives Verfahren zum Aufbau von Knochenarealen. Dabei werden resorbierbare – also vom Körper abbaubare – Pins und Membranen eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorher verwendeten nichtresorbierbaren Materialien entfällt ein zweiter Eingriff, um die Hilfsteile zu entfernen. Dieses Verfahren ist also für den Patienten besonders schonend.
All-on-Four – Bone-Spreading – Bone-Splitting – Robodent

BioSeed OralBone – Züchtung von körpereigenem Knochen
In Zusammenarbeit mit dem Freiburger Biotechnologieunternehmen BioTissue-Technologies ist für uns die Züchtung von körpereigenem Knochen möglich. In einem kleinen Eingriff wird dem Patienten ein kleines Stück Gewebe entnommen. Dieses Gewebestück wird in speziellen Nährböden nach Freiburg gebracht und dort in einem weltweit einmaligen, patentierten Verfahren unter Reinraumbedingungen zu einer für den Knochenaufbau ausreichenden Menge gezüchtet. Die Züchtung von Knochen dauert 7 – 8 Wochen, es ist ein genau festgelegter zeitlicher und organisatorischer Ablauf einzuhalten.

Professionelle Geweberegeneration (GTR)
Oftmals sind die Voraussetzungen für die Implantation nicht optimal, dann kann mit Hilfe der GTR-Technik das verloren gegangene Gewebe regeneriert werden und eine Implantation ist problemlos möglich. (GTR = Guided Tissue Regeneration)

Sinuslift-Knochenaufbau im Oberkiefer
Im Oberkieferseitenzahnbereich ist oftmals das Knochenangebot für das Einbringen von Implantaten zu gering. In diesen Fällen kommt die sog. Sinus-Lift-Technik zur Anwendung: Dabei erfolgt ein Gewebeaufbau im Bereich der Kieferhöhle, entweder mit Knochenersatzmaterial, autogenem Knochen oder mit BioSeed OralBone.

PRP (Platelet Rich Plasma)
Aus körpereigenem Blut des Patienten gewinnen wir durch ein spezielles Separationsverfahren Wachstumsfaktoren, das sog. Platelet Rich Plasma. Diese Wachstumsfaktoren unterstützen und beschleunigen den Einheilungsprozess der Implantate und ggf. von Gewebeaufbauten.

Bone Condensing Technik
Bei Patienten, die eine verminderte Knochendichte aufweisen, z.B. aufgrund einer Osteoporose, können Implantate mit Hilfe der Bone Condensing Technik heutzutage sicher eingesetzt werden. Das Gewebe des Patienten wird hierbei intraoperativ verdichtet und ggf. mit PRP (siehe oben) angereichert.

Lasergestützte Implantateröffnung
Implantate heilen normalerweise geschützt unter dem Zahnfleisch ein und werden in einem sog. Re-Entry für die Versorgung mit Zahnersatz vorbereitet. Diese Re-Entry-Behandlung erfolgt bei uns unblutig mit dem Laser. Durch diese hochpräzise Technik entstehen in der Regel keinerlei oder nur minimale Nachbeschwerden und außerdem ist die Zahnersatzversorgung deutlich einfacher durchführbar.

Bedenken Sie bitte: Eine Implantattherapie stellt eine sehr individuelle Leistung dar. Ob die hier aufgeführten Techniken in Ihrem Fall in Frage kommen, kann nur nach eingehender, individueller Implantatdiagnostik und Beratung geklärt werden!

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